Wenn wir uns an dieser Stelle Gedanken über Ziele machen möchten, so darf zuerst gefragt werden: Haben Sie eigene Ziele?

Vielen Menschen fehlt eine Vorstellung dessen, was Sie sein möchten. Tapfer gehen Sie durchs Leben, immer bestrebt die Lebenssituationen gut zu meistern und sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. So vergeht die Zeit und das Leben.

Diese Menschen reagieren auf alles was auf sie zukommt. Sie sind in dieser Energie eher passiv darum bemüht, die Lebensumstände “gut” zu meistern. Alle verdienen dazu den höchsten Respekt, da es gerade hier viele “stille” Helden gibt, die sich auf bewundernswerte Weise sich um sich und Ihre Familie kümmern und den Widrigkeiten des Lebens die Stirn bieten. Oft genug fühlen sich diese Menschen als Opfer der Umstände.Vor allem, weil keine Vorstellung existiert, wie Umstände geändert werden könnten. In dieser Passivität schwingt auch Hilflosigkeit und Angst mit, es irgendwann es nicht mehr zu schaffen. Die Angst davor, dass die “Lebensumstände” nicht mehr gemeistert werden könnten. So entsteht ein Gefühl von Macht- und Hilflosigkeit.

Es wird aber akzeptiert, dass “die Welt, die Umstände, das Leben” so ist, wie es ist.

Was könnte auch schon entscheidend geändert werden?
Welche Möglichkeiten könnte es geben?
Welche Chancen gäbe es, die Umstände zu ändern?
Welchen Sinn hätte es, sich auf den Weg zu machen, dies zu tun?

Stelle Sie sich vor, dass an einem Fahrkartenschalter ein Kunde einen Fahrschein lösen möchte und auf die Frage des Schalterbeamten, wo er denn hinreisen möchte sagt, dass wisse er nicht, der Schalterbeamte solle ihm doch einfach irgend eine Fahrkarte geben.

So geht es Ihnen, wenn Sie keine Vorstellung davon haben, wer Sie sein möchten, was Sie tun möchten, und was Sie erreichen möchten.

Wenn Sie eine ziemlich konkrete Vorstellung von Sich entwickeln, so fangen Sie an zu agieren. Sie werden aktiv und fangen an, sich nicht von den “Lebensumständen” dominieren zu lassen, sondern nehmen Ihr “Schicksal” in die eigenen Hand. Sie verlassen die Rolle, “Opfer” Ihrer äußeren Umstände zu sein. Sie akzeptieren nicht mehr, dass Sie unglücklich sind. Sie bekommen ein Gefühl dafür, dass Sie die Macht haben, etwas ändern zu können.

Dies alles, wenn Sie bereit sind, sich Gedanken über Ihre Ziele zu machen, sich Gedanken über das zu machen, was Sie in Ihrem Innersten wirklich möchten, was Ihre “innere Bestimmung” ist.

Was sind Ihre “wirklichen Ziele” und welche anderen Ziele beeinflussen maßgeblich  Ihr Handeln?

Nichts ist gefährlicher als Zielen zu folgen, die Sie adaptiert haben, die eigentlich nicht Ihre Ziele sind, die nicht aus Ihrem innersten Antrieb heraus entstehen, sondern die Ihnen von “Außen” aufoktroyiert werden. Die Sie übernommen haben, um den Vorstellung eines Anderen zu genügen.

Solche Ziele könnten z.B. sein:

  • der/die  hilfsbereite Freund(in) zu sein, der/die immer für den Anderen da ist
  • der/die  souveräne Arbeitskollege(in) der/die  immer TOP ist.
  • der/die Partner(in) den/die es sich lohnt zu lieben
  • das Auto, das Haus, den Urlaub, usw.
  • viel Geld zu haben
  • berühmt und anerkannt zu sein
  • in der sozialen Rangliste oben zu stehen
  • im Verein eine wichtige Position zu begleiten
  • besonders begabte Kinder zu haben
  • super sportliche Leistungen zu bringen
  • ein eloquentes und souveränes Auftreten zu haben
  • usw.

… und all die Statussymbole zu bedienen, die Ihnen als wichtige Ziele erscheinen, weil Sie so konditioniert wurden, weil Ihnen beigebracht wurde, dass Glück durch diese Ziele und nur durch diese Ziele erreicht werden kann. So fangen Sie also an, diesem Glück hinterher zu rennen. Diese “vermeintlichen” Ziele zu erreichen.  Sie werden gelockt und verführt, Sie tappen in die Falle den Zielen zu dienen, Ihr Tun danach auszurichten, Ihre Sinnfrage daran zu verknüpfen. Sie sind schon wieder Opfer!

Deutschland landet auf dem Better-Life-Index (Lebenszufriedenheitsstudie) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf dem 17. Rang von 36 bewerteten Ländern.

Machen Sie folgende Übung:

Setzen Sie sich in ein Straßencafe und beobachten Sie die Menschen die vorbeilaufen.
Wie viele von diesen Menschen machen eine glücklichen Eindruck?

Machen Ihre Ziele Sie glücklich?

Wird über Ziele nachgedacht, so spielt das WAS meist eine größere Rolle als das WIE.
Was möchte ich substanziell und monetär erreichen?

Im bekannten Bibelspruch (Matthäus 16 / Vers 26): “Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele”, kommt das ganze Dilemma einer falschen Zielwahl zum Ausdruck.

Keine Anhäufen von Image, Besitz und Wohlstand kann eine fehlende Liebe, eine verlorengegangene kindliche Seele und eine nicht mehr vorhandene Begeisterungsfähigkeit ersetzten. Dementsprechend ist die permanente Anhäufung substanzielle Dinge letztendlich nur der Versuch, doch endlich dieses Glück zu spüren und wahrzunehmen, nach dem sich Ihr Inneres sehnt.

Viele entscheidender ist sind deshalb die Fragen:

In welchem Gefühl möchten Sie Ihr Leben (er)leben?
Wie darf sich echtes Glück in Ihrem Leben zeigen?
Trauen Sie sich ein Vorstellung davon zu entwickeln, wie dieses Glück aussehen könnte?
Erlauben Sie sich Ihren Lebenstraum zu Ihrem Lebensziel zu machen?

Fangen Sie an, das Leben als Chance zu begreifen?

 


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