„Egal was Sie denken, Sie haben immer Recht?!“

Kann dieser Satz richtig sein? Ist es wirklich so, dass wir durch die Art unserer Gedanken uns die Welt so denken, wie wir sie dann letztendlich wahrnehmen? Würde dies dann bedeuten, wir hätten es in der Hand, unsere (innere) Welt uns so zu schaffen, wie wir möchten?

Gäbe es nicht den „Inneren Kritiker“ in uns, der uns sofort suggeriert, dass doch alles ganz anders ist (in der Regel schlechter), so könnten wir uns auf den Weg machen, vieles anders zu erfahren.
Doch all zu oft „wissen wir“, wie es (scheinbar) „wirklich“ ist. Wir schaffen uns die Welt so, wie wir konditioniert wurden.

Die Frage: „Wie denkst Du darüber?“, ist in diesem Kontext von besonderer Bedeutung, zeigt sie doch, wie wir uns gerade entscheiden, die Welt zu sehen. 

Wie wirkt eine selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy)?

<< Ein als Vorhersage getarntes gezieltes Gerücht kann eine Eigendynamik entfalten, die es schließlich wahr macht. Dieses Mittel wird u.a. bei Machtkämpfen in der Politik und der Wirtschaft eingesetzt.

Der Glaube an die Vorhersage „Bei diesem Leistungstest werde ich versagen“ führt zu schlechteren Leistungen und das Vorhergesagte tritt ein.

Kritiker von Horoskopen machen darauf aufmerksam, dass Vorhersagen wie z.B. „Du wirst in dieser Woche eine junge Frau näher kennen lernen“ oder „Dir droht diese Woche ein Verkehrsunfall“ zu einer Änderung des Verhaltens derer führen könnten, die daran glauben. Sie sprechen zum Beispiel mutiger als sonst jemanden an oder fahren ängstlicher. Damit werde also nicht bewiesen, dass Horoskope real beweisbare gültige Voraussagen seien.

Ein klassisches Experiment wurde 1968 von Robert Rosenthal an US-amerikanischen Grundschulen durchgeführt. Zunächst überzeugte er mit einem Scheintest das Kollegium davon, dass bestimmte, von ihm zufällig ausgewählte SchülerInnen so genannte hochintelligente „Aufblüher“ seien, die in Zukunft hervorragende Leistungen zeigen würden. Bei einer Intelligenzmessung am Schuljahresende hatten sich die meisten dieser SchülerInnen tatsächlich im Vergleich zu ihrem am Anfang des Schuljahres erfassten Intelligenzniveau stark verbessert (45 Prozent der als Überflieger“ oder „Aufblüher“ ausgewählten Kinder konnten ihren IQ um 20 oder mehr Punkte steigern und 20 Prozent konnten ihn gar um 30 oder mehr Punkte steigern). Dieser nach ihm benannte Rosenthal-Effekt wurde seither viele Male repliziert. >>

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung

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Der Andorra-Effekt

<< Der Andorra-Effekt (auch Andorra-Phänomen) ist ein Begriff aus der Sozialpsychologie, der insbesondere auch im Personalwesen eine Rolle spielt. Er besagt, dass sich Menschen oft an die Beurteilungen und Einschätzungen durch die Gesellschaft anpassen und dies unabhängig davon, ob diese ursprünglich korrekt gewesen sind oder nicht. Der Effekt beschreibt damit eine sich selbst erfüllende Vorhersage (engl. self-fulfilling prophecy), da sich eine Person mit der Zeit genau so verhält, wie man es ihr die ganze Zeit vorausgesagt hat, dies ohne die Vorhersage aber nicht getan hätte.

Gesellschaftlich spielt der Effekt eine Rolle, wenn gegen eine gesellschaftliche Randgruppe (etwa Obdachlose, Drogenabhängige oder Juden) bestimmte Vorurteile vorliegen und Personen dieser Randgruppe deswegen anfangen, sich tatsächlich entsprechend den Erwartungen zu verhalten.

Im Personalwesen kann der Effekt ebenfalls von Bedeutung sein. Wenn dort ein Mitarbeiter von seinen Kollegen stets negativ beurteilt wird oder ihm gegenüber eine negative Erwartung gehegt wird und dies dem Mitarbeiter bekannt ist, so kann dies dazu führen, dass sich die objektive Leistung des Mitarbeiters verschlechtert, da er sich den negativen Erwartungen anpasst beziehungsweise diese erfüllt. Umgekehrt kann die Leistung des Mitarbeiters auch steigen, wenn ihm entsprechend positive Erwartungen gegenüberstehen.

Der Name des Effekts geht auf das Theaterstück Andorra von Max Frisch zurück. In diesem verändert sich die Persönlichkeit des Hauptcharakters (der von sich selbst glaubt jüdischer Abstammung zu sein, was aber nicht zutrifft) durch die ständige Konfrontation mit negativen Vorurteilen seiner Mitmenschen. Nach und nach übernimmt sie dabei die negativen Eigenschaften, die den Juden in „Andorras“ Gesellschaft nachgesagt werden. >>

Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Andorra-Effekt


 

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