Werde endlich erwachsen!?

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Was bedeutet es erwachsen zu sein?
Warum könnte es wichtig sein, wieder das Kind in uns zu spüren?
Welche Bedeutung haben unsere inneren Kinder für die Arbeitswelt?

Es ist schon interessant, wie wir das „Erwachsensein“ bei unseren Kindern begrüßen und fördern. Schon im Kindergarten arbeiten wir daran, unsere Kinder „fit“ zu machen für ein Leben, in dem Sachverstand und kühle Logik darüber entscheiden, erfolgreich zu sein.
Wir werden sehr schnell klug und besonnen.
Der erwachsene, verkopfte Anteil in uns wird gefördert und systematisch aufgebaut.

So schaut dann auch die Erwachsenenwelt aus.
Was bleibt uns auch anderes übrig, als sehr überlegen durch die Anforderungen des Lebens zu gehen.
Es gilt vieles zu bedenken, wichtige Entscheidungen zu treffen, um im Arbeitsumfeld überlegen zu sein und immer aufzupassen, „richtig“ zu sein. Sehr oft schaffen wir dies ganz gut.

 

Stellen wir uns vor, in uns gibt es einen „erwachsenen“ Anteil (den des Klugen, Abwägenden, Berechnenden, sich Arrangierenden) und einen Anteil, der unserem „inneren Kind“ zugesprochen wird. Das innere Kind steht für unsere Sehnsüchte, sinnliche Erlebnisse, Spontanität, Lust, Freude und Trauer, Lachen und Weinen, für alle Gefühle und Emotionen, aber auch für eine tiefe Geborgenheit und ein unschuldiges Sein.

Es ist nun der Erwachsene in uns, der sehr dominant die Führung übernimmt, denn wir wurden darauf konditioniert, “erwachsen” zu sein. Fakten statt Gefühle, Kopf statt Bauch, Ratio statt Intuition.

 

In der Welt des Erwachsenen hat alles Sinn und Zweck, wird alles organisiert und realisiert, folgt alles einem Plan.
Der Erwachsenen in uns versucht ein Glück zu verwirklichen, dass er auf kognitiver Ebene erfahren hat, durch Konditionierungen von Schule, Arbeit, Freunden und Medien (jeden Tag mit vielen Bildern über “Glücklichsein”). Der Erwachsenen in uns glaubt dadurch genau zu wissen, wie Glück aussieht.
Er weiß sich dafür anzustrengen, sich danach zu sehnen, es mit seinen „Kopfträumereien“ zu verbinden. So schafft er sich sein Glück (als seinen Besitz).

Es passt dann alles (wenn sich seine Vorstellungen verwirklichen lassen), oder es stimmt nicht (wenn die Realität den Vorstellungen nicht entspricht). Aus einem (gedachten) Defizit entsteht die Sogwirkung, die anspornt, noch mehr zu tun, sich noch mehr anzustrengen. (oder im schlimmsten/besten Fall zu resignieren).

Auch wenn wir durch und durch “erwachsen” sind, spüren wir instinktiv, dass es noch etwas anderes geben muss.
Etwas, was uns auf andere Weise glücklich macht,
Meist ist es eine Vorstellung, die wir zwar in uns spüren, die aber nicht mehr zu unserer Vorstellung unseres Lebens passt.
Gut „verpackt“ ruht diese Vorstellung tief in uns, oft isoliert in einem inneren geschützten Bereich.
_Sie hilft uns, unser Lebenskonstrukt zu schützen, Veränderungen zu vermeiden, und Routinen zu sichern.
Ab und zu tritt sie aber in unser Bewusstsein, überkommt uns in Form von Emotionen und Sehnsüchten.

Wie oft nehmen wir uns Zeit bei uns anzukommen und uns wirklich zu spüren?
Stattdessen fliehen in den Aktionismus:

Ich muss noch so viel erledigen…
Ich muss noch so viel überlegen…
Ich muss noch so viel in die Reihe bringen…
Ich muss noch versuchen glücklicher zu sein…
Ich muss mich noch mehr anstrengen…

Der Erwachsene in uns organisiert alles, beherrscht uns mit seiner „Klugheit“.
Und wir folgen ihm, meistens ohne Wenn und Aber. Was bleibt uns auch anderes übrig?

So funktioniert unsere Arbeit, unsere Karriere, unsere Freundschaften und manchmal auch unsere Partnerschaften.

“Wenn ich mich noch mehr anstrenge, werde ich noch glücklicher!”

Gleich dem berühmten Hamster in seinem Hamsterrad geht’s weiter vorwärts.
Es muss etwas geschehen!

Was bleibt, ist eine vage Vorstellung davon, was wir auch noch sind.
Tief in unserem Inneren. Diese Ahnung hinterlässt einen bitteren Geschmack bei all dem, was wir doch erreicht haben. All unser Erfolg reicht nicht aus, dies zu überdecken.

Es ist das Kind in uns, das wir nicht mehr wahrnehmen, das in einem stillen Ort in uns verharrt – oft unbeachtet und einsam.

Auch wenn dieses innere Kind in uns noch keine Ahnung hat, wie es gegen den so mächtigen Erwachsen in uns ankommt, so weiß es doch, dass es dazu gehört, dass ohne es kein wirkliches Glück möglich ist, und es fängt an, auf sich aufmerksam zu machen.

 

 

 

Wie wirkt sich dies auf unsere „Erwachsenenwelt“ aus?
Welches Risiko würde der Erwachsene in uns eingehen, wenn er zulassen würde, dass das innere Kind in uns mehr zur Geltung kommen würde?
Welche Konstrukte, die er so mühsam aufgebaut hat, müsste er dann in Frage stellen?
Was würde sich verändern?

Schauen wir uns die Welt des inneren Kindes in uns an.
Es ist eine lustvolle Welt, in der ohne viel zu überlegen, aus einem Impuls heraus, so gelebt wird, wie es sich am schönsten anfühlt.
Lust, Freude, Lachen, Spaß und sinnliche Wahrnehmung sind hier zuhause.
Nicht die Gestaltung der Zukunft bestimmt das Tun, sondern das Hier und Jetzt. Kreativität kann sich frei entfalten.
Vertrauen in das Leben äußert sich in einer tiefen Geborgenheit, in einem Bewusstsein, beschützt und sicher zu sein.

Es gibt auch das traurige und/oder zornige Kind in uns.
Meist liegt dies daran, dass es nicht beachtet wird in seinem Schmerz.

 

 

Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
Matthäus 18,3

 

Das Innere Kind erlebt das ganze Spektrum intensiver Gefühle – Freude und Schmerz, Glück und Traurigkeit.
Das Innere Kind funktioniert in der Sphäre von Sein, Fühlen und Erleben.

Das Kind ist unsere instinktive Seite; es steht für die Gefühle, die „aus dem Bauch“ kommen. In anderen Zusammenhängen wurde das Kind auch schon mit dem Unbewussten gleichgesetzt, aber wir sind uns seiner nur deshalb nicht bewusst, weil wir ihm so wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben.
Wenn wir wirklich etwas über das Unbewusste erfahren wollen, dann wird es dem Bewusstsein leicht zugänglich.

Wir können das innere Kind auf unterschiedliche Weise betrachten:
Als Kind, das vom inneren Erwachsenen geliebt wird, und als Kind, das nicht geliebt, das kritisiert, vernachlässigt und vom inneren Erwachsenen verlassen wird.

Zu jedem Zeitpunkt wird dieses Kind vom inneren Erwachsenen entweder geliebt oder nicht geliebt, und seine Gefühle und sein Verhalten resultieren direkt daraus, ob der innere Erwachsene die Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle des Kindes kennen lernen und die Verantwortung für sie übernehmen möchte oder ob er sich vor diesem Wissen und dieser Verantwortung schützen will.

Erwachsene, die von ihrem Inneren Kind abgetrennt sind, tun sich schwer damit, Vergnügen zu haben.

 

 

 

Unsere Sinnlichkeit – das tiefe Erleben von Berührungen, Geschmack, Geruch und Gehör – gehört zum Inneren Kind.
Kinder sind sinnliche Wesen. Sie nehmen das Leben mit ihrem Körper, mit ihren Sinnen wahr.

Sie lassen sich auf jede Erfahrung ganz vorurteilsfrei und unschuldig ein, da sie ganz und gar im Augenblick leben.
Sie gehen frei und mit schwingenden Armen, und sie singen, wenn ihnen danach ist.
Sie berühren fast alles, was sie sehen.
Sie lieben es, zu umarmen und umarmt zu werden!

 

Welche Chance bietet sich uns, wenn wir die Verbindung zu unserem Inneren Kind aufnehmen?

Die meisten von uns sagen zu sich selbst: „Es gibt eine Zeit zum Spielen und eine Zeit zum Arbeiten, und wenn es Zeit zum Spielen ist, dann werde ich mit meinem Inneren Kind Kontakt aufnehmen.“
Aber wie heiter würde das Leben dahinfließen, wenn die meiste Zeit und sogar die Arbeitszeit, einem verspielten, kreativen, lustvollen Ort gleichen würde?

Die Art, wie wir unser Inneres Kind behandeln, ist ausschlaggebend für alles andere in unserem Leben.
Wenn wir unser Inneres Kind lieblos behandeln, werden wir abhängig von Dingen, Menschen oder Handlungen.
Wir werden ängstlich, besorgt, depressiv, leiden unter Schmerzen, Leere, Bedürftigkeit, geringer Selbstachtung, einem unerträglichen Gefühl des Alleinseins und physischer wie psychischer Krankheit.

Steht der Mensch mit seinem Inneren Kind in einer liebevollen Verbindung, erlebt er das ganze Leben anders:
Er fühlt sich liebevoll mit den Menschen und mit der gesamten Natur verbunden, weil er mit sich selbst verbunden ist.
Diese innere Verbindung ist eine große Kraftquelle, und stellt eine Ressource dar.

Ziel darf es sein, eine liebevolle innere Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem liebevollen Erwachsenen herzustellen um (wieder) Zugang zu tiefen Quellen der Freude, Wahrnehmung und Intuition zu erlangen.

Dazu ist es nötig, dass der Erwachsene in uns sich dafür entscheidet, sich mit dem „inneren Kind“ zu verbinden, es wichtig zu nehmen und eine “Partnerschaft” herzustellen.

Stellen Sie sich vor, Ihr inneres Kind und der kluge Erwachsene in Ihnen nehmen sich an der Hand und
helfen Ihnen zusammen, wirklich glücklich durchs Leben zu gehen.
Es wird sich dann so anfühlen, als würden sie “GANZ” werden.

Wenn Sie das Kind in sich annehmen, können heilsame Glaubenssätze dann heißen:

Ich bin selbst verantwortlich für mein Glück.
Ich bin bereit, meine Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen.
Ich bin offen für Neues und Veränderungen in meinem Leben.
Ich bin stark genug, für mich selbst zu sorgen und für mein Wohlgefühl Verantwortung zu übernehmen.
Ich darf neugierig, verspielt, albern und spontan, lebendig und sensibel sein.

 

Die Beachtung des Inneren Kindes in der Arbeitswelt

In der Businesswelt verstehen immer mehr Firmenchefs, dass durch lustvolle und spielerische Elemente (die das innere Kindsein unterstützen) die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter einfach besser ist.

* Seit drei Jahren führt Google das Ranking der beliebtesten Arbeitgeber der Welt an – und der US-Internetkonzern arbeitet hart für diesen Spitzenplatz: Er serviert seinen Mitarbeiter Gratisessen von Burger bis Sushi, unterhält allein in der Zentrale im Silicon Valley 30 verschiedene Kantinen (auch welche für Vegetarier und Veganer). In den Büros gibt es Schaukeln und Roller zur Entspannung sowie kostenlose Massagen – und somit kaum noch einen Grund, nach Hause zu wollen.

Das hat Schule gemacht: Auch beim Hamburger Spieleentwickler Goodgame sind die Büros mit Kickerplatten und überlebensgroßen Comicfiguren ausgestattet. Und im Sommer (ja, den gibt es manchmal auch in Hamburg) – lockt das firmeneigene Freischwimmbad.
(*aus www.zeit.de 27.12.2015)

*Im Silicon Valley sehen Büros aus wie Wohnzimmer, Küchen oder Hobbykeller. So bleibt man gerne lange bei der Arbeit.

Nach Arbeit sieht es hier nicht aus. Schachfiguren thronen auf dem Tisch in der Küche. Hinter der nächsten Glaswand laden Kickertisch und Spielekonsole zum Daddeln ein. Im Vorraum liegen übergroße Spielwürfel als originelle Sitzgelegenheit auf dem Boden. Die Wand schmückt auf diesem Stockwerk ein überdimensionales Backgammon-Spiel. In den neuen Büros des Berufsnetzwerkes Linkedin in San Francisco sieht es aus, als hätte sich ein Spielefabrikant ausgetobt.
(*aus www.faz.net vom 16.11.2016)

Sehr langsam setzt sich in der Geschäftswelt die Erkenntnis durch, dass wir Menschen keine rationalen, technischen und faktisch funktionierenden Geschöpfe sind, sondern dass es unsere Emotionalität, Lust und Freude ist, die danach strebt, sich entfalten zu können. Meist ist aber die Businesswelt eine Kopfwelt, in der Gefühle scheinbar fehl am Platze sind. Erfolg wird definiert als die Summe von Wissen und Effizienz. Menschen „funktionieren“ oder werden entlassen. Zeit und Gefühle sind wahrer Luxus, die sich keiner erlauben kann.

Wie weit Unternehmen kommen, auf die die genannten Punkte zutreffen, zeigt sich, wenn man betrachtet, was erfolgreiche Unternehmen auszeichnet.

Bei empirischen Untersuchungen über den Grund, warum Menschen in einem Unternehmen arbeiten möchten, zeigte sich folgendes Ergebnis:
Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist ein wichtiger Bestandteil der Philosophie vieler Unternehmen. Doch wie es damit tatsächlich in den Betrieben bestellt ist, hat das Meinungsforschungsinstitut Gallup Organisation vor einiger Zeit ermittelt: Nur 16 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind engagiert am Arbeitsplatz. Der gesamtwirtschaftliche Schaden des bestürzenden Ergebnisses “beläuft sich auf 218,2 bis 221,4 Milliarden Euro im Jahr”, rechnet Gallup das Ergebnis um. Für das fehlende Engagement wird vor allem das Management verantwortlich gemacht. So äußerten befragte Arbeitnehmer, dass sie nicht wissen, was von ihnen erwartet wird, dass ihre Vorgesetzten sich nicht für sie als Menschen interessieren, dass sie eine Position ausfüllen, die ihnen nicht liegt, und dass ihre Meinungen und Ansichten kaum Gewicht haben.

Untersuchungen zeigen, dass die Mitarbeiterzufriedenheit sich nicht nur auf die Leistung und Fluktuation auswirkt, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zum Personalmarketing leistet. Die Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Handeln, ein gutes Bereichsklima und der Führungsstil führen zu einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit und stellen zugleich die maßgeblichen Faktoren dar, nach denen Akademiker ihren künftigen
Arbeitgeber auswählen.

Das Konzept der Mitarbeiterzufriedenheit hat jedoch nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Bedeutung. So konnte bereits in den 70er Jahren nachgewiesen werden, dass die Freude an der Arbeit einer der wichtigsten Einflüsse auf die allgemeine Lebenszufriedenheit ist. (Quelle: Welt online www.welt.de)

Analysiert man die Gründe für die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, so kommt man sehr schnell zu den Bedürfnissen des Inneren Kindes. Diese sind der Wunsch nach Anerkennung (und Liebe), Wertschätzung, das Gefühl wichtig zu sein, der Wunsch sich entfalten zu können und frei zu sein im Ausdruck und Wesen.

Betriebe erkennen sehr häufig viel zu spät, was die Mitarbeiter im Unternehmen brauchen, um glücklich zu sein und inwieweit dieses Glück mit dem Glück des Unternehmens untrennbar verbunden ist.

Dabei sind geeignete Maßnahmen leicht und schnell umzusetzen – in Workshops, offenen Mitarbeiterbesprechungen, Ritualen, der Gestaltung der Arbeitsräume und Arbeitszeiten und vielen weiteren Aspekten.

Können Sie sich einen Betrieb vorstellen, auf den Sie sich schon morgens beim Aufstehen freuen, in dem Lachen und Individualität gewünscht ist und jeder Mitarbeiter respektiert und gefördert wird?

Wie würden Sie als Mitarbeiter hier erblühen?
Welche „Human Power“ könnte sich hier entfalten?

 

Ich verzichte auf alle Weisheit, die nicht weint, auf alle Philosophie, die nicht lacht, auf alle Größe, die sich nicht beugen kann – im Angesicht von Kindern.

Kahlil Gibran, 1883-1913, libanesischer Schriftsteller

 

 

 

 

   
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Bis dass der Tod uns scheidet?

In Deutschland entscheiden sich 36,4% aller Ehepartner sich scheiden zu lassen. (Quelle Statistisches Bundesamt).
Diese hohe Scheidungsrate macht nachdenklich, zeigt sie doch auf erschreckende Weise, wie schwer es scheinbar geworden ist, glücklich ein Leben lang zusammen zu bleiben.

Wenn Paare glücklich zusammenbleiben, liegt es dann daran, dass sie das Glück hatten, den „richtigen Partner“ zu finden?
Was braucht es, damit eine Partnerschaft so lange hält?

 

Lassen sie uns ein Szenarium (neben so vielen anderen Szenarien) betrachten,
um zu verstehen, was eine Partnerschaft schwierig machen kann.

Klaus und Monika sind schon lange in einander verliebt und ein Paar. Sie treffen sich, so oft es möglich ist und verbringen dann viel Zeit miteinander. Sie sind beide glücklich, den Anderen gefunden zu haben. Aber auch wenn Sie sich oft sehen, so ist die Beziehung in diesem Stadium nur ein Teil ihres Lebens. Jeder hat noch ein eigenes Umfeld mit Freunden, Berufsleben, Familie und Hobbies. Auch wenn die Sehnsucht sich zu treffen sehr groß ist, ist dies nur ab und zu möglich.

Ich möchte ganz bei Dir sein, sagt Monika zu Klaus, und diesem geht es genauso.
Beide entwickeln in diesem Stadium eine ziemlich konkrete Vorstellung von einem noch größeren Glück, wenn noch mehr Nähe entstehen darf.

Auch im Freundeskreis haben schon viele Paare eine gemeinsame Wohnung bezogen und einen „gemeinsamen Haushalt“ gegründet.
Es wird also Zeit hier mitzuhalten. Da Klaus und Monika sich lieben, können sie ihr Glück kaum fassen, als sie endlich eine gemeinsame Wohnung beziehen.

Endlich ganz zusammen!
Die Beziehung ist zum „Glückserfüller“ geworden.
Klaus und Monika finden jetzt in ihrer Zweisamkeit:
Nicht allein zu sein, die Sicherheit geliebt zu werden, Lust, Geborgenheit, Aufgabe, Beständigkeit, etwas Besonderes zu sein, Respekt, Wertschätzung, Sinn, Zukunft, Zielerreichung, Größe, Licht, Frau-/Mannsein, Nähe, getragen zu werden,
und, und, …

Alle diese Sehnsüchte bekommen jetzt eine Form. Die Vorstellung dieses Glücks, dieser Partnerschaft wird von Klaus und Monika konkretisiert und zum Ideal erhoben. Alles ist wunderbar und der Himmel ist rosa!
Durch die rosa Brille der Verliebtheit wird der Partner zur Projektion für das eigene Glück.

Bis sich immer mehr klar wird, dass der Partner ein Mensch mit Eigenheiten ist, die anderes sind, als die der eigenen Vorstellung.

Erich Fromm schreibt in „Die Kunst des Liebens“:
„Liebe ist nicht in erster Linie eine Bindung an eine bestimmte Person.
Sie ist eine Haltung, eine Charakter-Orientierung, welche die Bezogenheit eines Menschen zur Welt als Ganzem und nicht nur zu einem einzigen „Objekt“ der Liebe bestimmt. Wenn jemand nur eine einzige andere Person liebt und ihm alle übrigen Mitmenschen gleichgültig sind, dann handelt es sich bei seiner Liebe nicht um Liebe, sondern um eine symbiotische Bindung oder um einen erweiterten Egoismus. Trotzdem glauben die meisten Menschen, Liebe komme erst durch ein Objekt zustande und nicht aufgrund einer Fähigkeit. Sie bilden sich tatsächlich ein, es sei ein Beweis für die Intensität ihrer Liebe, wenn sie außer der „geliebten“ Person niemanden lieben. Es ist ein Irrtum. Weil man nicht erkennt, dass die Liebe ein Tätig sein, eine Kraft der Seele ist, meint man, man brauche nur das richtige Objekt dafür zu finden und alles andere gehe dann von selbst. Man könnte diese Einstellung mit der eines Menschen vergleichen, der gern malen möchte und der, anstatt diese Kunst zu erlernen, behauptet, er brauche nur auf das richtige Objekt zu warten und wenn er es gefunden habe, werde er wunderbar malen können.

 

Wir arbeiten daran!

Wenn Klaus sich doch noch etwas ändern könnte!
Nur noch ein wenig, denkt Monika, dann ist es (er) perfekt.
Dann könnte ich ihn uneingeschränkt lieben.

Dann bespricht sie alles mit Klaus, und der versteht Monika, und fängt an, sich und sein Verhalten ein wenig zu ändern und sich der Vorstellung von Monika anzupassen. Ihm geht es ja mit Monika genau so, so dass auch Monika erfährt, was Klaus an ihr „besser“ finden würde. Und weil sie Klaus sehr liebt, verändert auch sie etwas an sich und ihrem Verhalten.

Beide arbeiten an ihrer „idealen Partnerschaft“. Die Partnerschaft bekommt einen immer höheren Stellenwert. Die Frage: „Entspreche ich den Vorstellungen des Anderen“, wird immer wichtiger. Die Partnerschaft (Liebe) ist viel zu kostbar, als dass es sich nicht lohnen würde, alles dieser Vorstellung unter zu ordnen.
Es entsteht ein Konstrukt! Das Konstrukt der gemeinsamen Liebe, der perfekten Beziehung, dem vollkommenen Glück.

Ein Großteil der Partnerschaften beginnt mit der Illusion, wir hätten jemanden gefunden, von dem wir endlich all das bekommen, was wir uns schon immer gewünscht haben. Das Dumme dabei ist, der Andere erhofft sich genau das Gleiche.
Schlimmstenfalls wird dieses Konstrukt so stark, dass beide keine Ahnung mehr davon haben, wer sie und wie sie ohne diese Partnerschaft sind, da beide ihrem Ideal versuchen zu entsprechen (von dem sie denken, dass der Andere es so möchte).

 

Bis das ICH dem WIR geopfert wird. Beide fangen an, der Partnerschaft „zu dienen“.
Bis ein „Ausbruch“ unausweichlich ist.

 

Was ist passiert?

Die Partnerschaft (Liebe) muss alles leisten, wird Projektionsfläche für die eigenen Träume und Sehnsüchte.

In vielen Fällen ist dies für die Partnerschaft zu viel. Zuviel an Aufgaben und Erwartungen.
Die Liebe wird schwer.

„Ich bin doch nur die Liebe“, sagt die Liebe. Um Dein Glück darfst Du Dich schon selbst kümmern“.

Bekommen wir in der kindlichen Phase genügend Liebe geschenkt, werden wir frei und unabhängig. Fehlt geschenkte Liebe in dieser Phase, so versuchen wir diese Liebe später zu ernten. Die Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung wird zu einer bestimmenden Kraft. Dafür sind wir bereit, uns so anzupassen, dass wir eben diese Liebe sicher bekommen. Von den Eltern, den Arbeitskollegen, von Freunden und von unserem Partner.

Bin ich so, wie der andere es von mir erwartet?
Habe ich mich richtig verhalten?
Bin ich genügend „lieb“ zu dem Anderen?
Stehe ich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit?
Werde ich „gesehen“ und gehöre ich dazu?

Um Liebe zu bekommen wächst die Bereitschaft zu geben: „Ich tue alles nur für Dich, damit ich Deine Liebe bekomme und besitze“. Die Liebe wird zum Selbstzweck. Der Partner zum „Objekt“ der Liebe.
Dahinter steht die Annahme, es gehe bei der Liebe darum, den richtigen Partner für die (eigene) Liebe zu finden, so als könnte diese manifestiert werden.
Tatsächlich ist Liebe aber mehr eine Fähigkeit als ein Besitz.

 

Wie könnte eine Partnerschaft anders verstanden werden?

Gäbe es für Klaus keine Monika, wäre er auf sich allein gestellt. Er dürfte sich auf den Weg machen, für sich zu sorgen. Er hätte nur sich, um sein Selbstbewusstsein, seine innere Geborgenheit und Sicherheit zu entwickeln. Das ICH wäre frei, sich immer wieder aufs Neue zu entdecken. Frei und ungebunden, und sich nur selbst verantwortlich.

Bei Monika wäre es genauso.

Treffen sich zwei solche Individuen, die ihre Individualität bewahren, entsteht als Ausdruck der Partnerschaft eine Schnittmenge.
Eigenes ist (bleibt) sichtbar, genau wie Gemeinsames.

Was leistet die Partnerschaft für unser Glück, und wo dürfen wir uns selbst um uns kümmern?

In der Beziehung kommt zu den zwei ICH die Schnittmenge WIR.
Diese ist Ausdruck der Partnerschaft.

Das WIR drückt sich aus in gemeinsamen Träumen, Sehnsüchten, Interessen, Neigungen und Ideen, Lust und Freude, in so vielen wunderschönen Dingen, die die Gemeinsamkeit zu etwas Wunderschönen machen.
Diese Gemeinsamkeit (Schnittmenge) ist bei jeder Partnerschaft individuell größer oder kleiner. Es ist diese Schnittmenge, die zwei Menschen zusammenhält.

Die große Aufgabe einer Partnerschaft besteht jetzt darin, das Anderssein des Partners zu würdigen und zu schätzen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Partnerschaft nicht alles erfüllen kann, und dass die Aufgabe, sich um Eigenes zu kümmern, bleibt.
Statt Opfer zu sein und den Partner schuldig zu sprechen, für ein Glück, dass dieser nicht zu geben imstande ist, bleibt diese Aufgabe bei einem selbst.

„Um mein Glück, meine Träume und Sehnsüchte kümmere ich mich selbst, dass musst nicht Du für mich erledigen, und in dem, was uns verbindet, darf ich das Glück wahrnehmen, unsere Gemeinsamkeit zu erleben.“

Im Anders sein zu dürfen, liegt das Rezept dafür, dass innige Nähe möglich ist.
Das Wesen der Liebe ist die Freiheit. Den anderen nicht in Haft für das eigene Glück zu nehmen und nicht „besitzen“ zu wollen, ist die grundsätzliche Voraussetzung dazu.

„Ich habe Dich liebt“, ist somit eine Mär, da wir den Anderen eben nicht besitzen können (auch nicht als Traumerfüller). Lieben bedeutet in diesem Sinne, den Anderen so zu lassen, wie er ist.
Wird so die Partnerschaft nicht als „Zweckgebilde“ verstanden, sondern als Ausdruck einer tiefen inneren Liebe, entstehen für beide Partner immer wieder eine große Aufgabe.

 

Diese Aufgabe besteht aus zwei Teilen.

Die erste große Aufgabe einer Partnerschaft besteht darin

  • Dem Partner zu erlauben sein Glück zu leben und zu finden.
  • Nicht darüber bestimmen zu wollen, wie dies aussieht.
  • Die Liebe zum Partner nicht von seinem Verhalten abhängig zu machen.
  • Den Partner nicht verändern zu wollen.
  • Zu akzeptieren, dass der Partner eigene Ansichten, Wünsche und Sehnsüchte hat, die nicht kompatibel zu den eigenen sein müssen.
  • Den Partner in allem zu respektieren, zu würdigen und zu lieben
  • Das Wunder der Partnerschaft als etwas zu erleben, was nie selbstverständlich ist.
  • Liebe nicht mit Besitz zu verwechseln

Die zweite große Aufgabe einer Partnerschaft besteht darin

  • Den Partner nicht schuldig zu sprechen für nicht erfüllte Träume
  • Sie selbst um sich zu kümmern, d.h. sich auf den Weg zu machen, das zu realisieren, was für eine selbst wichtig ist
  • Sich zu trauen, die eigenen Sehnsüchte zu leben (auch wenn dies nichts mit dem Partner zu tun hat).
  • Sich zu trauen, auch anders zu sein, als die Erwartungshaltung der Anderen.
  • Den eigenen Weg bewusst wahr zu nehmen.
  • Die Partnerschaft zu begreifen als etwas, was dem eigenen Sein untergeordnet ist, und nicht umgekehrt.
  • Die Freiheit spüren und wahrnehmen.
  • Die Nähe und das Glück spüren und uneingeschränkt zu nehmen.

 

Viele Wünsche und Sehnsüchte, in der Partnerschaft, können von dieser nicht erfüllt werden, da sie ursprünglich woanders angesiedelt sind. Fehlt z.B. die Hinbewegung zu den Eltern und das darin gelebte Kind sein, so ist die Gefahr sehr groß, dass dies in die Partnerschaft hinein getragen wird. Der Partner ist dann der Mutter-/Vaterersatz mit allen Gefühlen die dazu gehören.
Als Vater/Mutter kann er aber nicht die Partnerrolle einnehmen. Die Sehnsucht nach einem Partner bleibt dann und versucht sich zu erfüllen.

Eine erfüllte Partnerschaft ist deshalb gleichzeitig die größte Aufgabe und das Einfachste, sie bedeutet viel Arbeit, aber auch nichts dafür tun zu müssen.

Es ist so vieles – der Himmel und manchmal die Hölle, wenn Besitzdenken, mangelndes Selbstbewusstsein und Eifersucht unsere Gefühle bestimmen.

Von allen Geschenken, die wir hier auf Erden erhalten, ist eine liebevolle Partnerschaft eines der wertvollsten Schätze.
Sie ist viel zu kostbar, um sie zu missbrauchen.

So bleibt die Partnerschaft eine ständige Herausforderung.

 

 


Paarberatung / Paar-Mediation

In einer Paarberatung werden unter anderem folgende Fragen geklärt:

  • Was ist der Partner für mich?
  • Welche Aufgabe hat er zu erfüllen?
  • Sehe ich in meinem Partner eine Vater-/Mutterersatz?
  • Gibt er/sie mir etwas, was ich schon lange suche (und in meiner Kindheit vermisst habe)?
  • Bin ich verloren ohne ihn?
  • Ist die Partnerschaft für mich existenziell?
  • Was ist meins, was gehört zu meinem Partner?
  • Was spreche ich in der Beziehung nicht an?
  • Welche Bedeutung hat Schuld in der Partnerschaft?
  • Was wird in der Partnerschaft nicht gelebt?

Weitere Informationen zu einer Paarberatung finden Sie unter:
https://haraldkriegbaum.com/paarberatung/

 

Archiv / MARS und VENUS / Was macht unser MANNSEIN / FRAUSEIN mit uns?

Mars & Venus
   

Mars & Venus
WORKSHOP

(Dieser Workshop fand im November 2017 statt)

 

Die Gender-Diskussion ist in aller Munde. Doch wie verstehen wir uns in unserer Weiblichkeit und Männlichkeit.
Wo finden oder verlieren wir uns?

Inhalte des Workshops

Was macht den Mann zum Mann und die Frau zur Frau?
Geben wir unserem FRAUSEIN und MANNSEIN einen Platz?
Oder gibt es eigentlich keine Unterschiede, sind wir nur geprägt von gesellschaftlichen und familiären Konditionierungen?
Was passiert, wenn MANNSEIN und FRAUSEIN sich begegnen?

In diesem Workshop werden wir auf experimentelle Weise in Einzel- und Gruppenübungen uns mit dem Phänomen M’ANNSEIN und FRAUSEIN auseinander setzen.
Wir werden Gemeinsames und Trennendes, Leichtes und Schwieriges entdecken, Verwunderung wahrnehmen und Staunen zulassen.
Wir werden ein tieferes Verständnis zu dem „anderen Geschlecht“ ermöglichen und das eigene MANNSEIN und FRAUSEIN stärken – oder wird dies keine Bedeutung mehr haben?

Themen aus dem Workshop Mars & Venus

MANNSEIN / FRAUSEIN
Erwartungshaltungen und Klischees
Rollenverhalten / Konditionierungen
Identität / Sehnsüchte / Träume
Weibliche / Männliche Sexualität
Positives-/negative Begegnungen Mann/Frau
Erwartungshaltungen
Dominanz und Devotion
Der Krieger / die Kriegerin
Das Weibliche im Männlichen und das Männliche im Weiblichen
Das Eigene entdecken
Sein ohne wenn und aber…
Ein spannender Workshop liegt vor uns!

Zielgruppe

Alle interessierte Menschen, die ihr FRAUSEIN / MANNSEIN neu entdecken und wahrnehmen möchten.

Seminarleitung:

Harald Kriegbaum

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 295.– EUR / Person.
Darin enthalten ist die Seminargebühr, Pausengetränke und Eintritt Therme

Seminarort

Freiraum | Wenzstr. 4 | 95138 Bad Steben

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Tel. 09288 550495
www. freiraum-bad-steben.de
Email: post@freiraum-bad-steben.de

Im Freiraum und in der näheren Umgebung können Zimmer angemietet werden. Info`s unter www.freiraum-bad-steben.de oder über Gastgeberverzeichnis Bad Steben.

Die einen Fußweg entfernte Therme BadSteben werden wir im Workshop besuchen.

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Wie denke ich mich?

“Egal was Sie denken, Sie haben immer Recht?!”

Kann dieser Satz richtig sein? Ist es wirklich so, dass wir durch die Art unserer Gedanken uns die Welt so denken, wie wir sie dann letztendlich wahrnehmen? Würde dies dann bedeuten, wir hätten es in der Hand, unsere (innere) Welt uns so zu schaffen, wie wir möchten?

Gäbe es nicht den “Inneren Kritiker” in uns, der uns sofort suggeriert, dass doch alles ganz anders ist (in der Regel schlechter), so könnten wir uns auf den Weg machen, vieles anders zu erfahren.
Doch allzu oft “wissen wir”, wie es (scheinbar) “wirklich” ist. Wir schaffen uns die Welt so, wie wir konditioniert wurden.

Die Frage: “Wie denkst Du darüber?”, ist in diesem Kontext von besonderer Bedeutung, zeigt sie doch, wie wir uns gerade entscheiden, die Welt zu sehen. 

Wie wirkt eine selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy)?

<< Ein als Vorhersage getarntes gezieltes Gerücht kann eine Eigendynamik entfalten, die es schließlich wahr macht. Dieses Mittel wird u.a. bei Machtkämpfen in der Politik und der Wirtschaft eingesetzt.

Der Glaube an die Vorhersage “Bei diesem Leistungstest werde ich versagen” führt zu schlechteren Leistungen und das Vorhergesagte tritt ein.

Kritiker von Horoskopen machen darauf aufmerksam, dass Vorhersagen wie z.B. „Du wirst in dieser Woche eine junge Frau näher kennen lernen“ oder „Dir droht diese Woche ein Verkehrsunfall“ zu einer Änderung des Verhaltens derer führen könnten, die daran glauben. Sie sprechen zum Beispiel mutiger als sonst jemanden an oder fahren ängstlicher. Damit werde also nicht bewiesen, dass Horoskope real beweisbare gültige Voraussagen seien.

Ein klassisches Experiment wurde 1968 von Robert Rosenthal an US-amerikanischen Grundschulen durchgeführt. Zunächst überzeugte er mit einem Scheintest das Kollegium davon, dass bestimmte, von ihm zufällig ausgewählte SchülerInnen so genannte hochintelligente “Aufblüher” seien, die in Zukunft hervorragende Leistungen zeigen würden. Bei einer Intelligenzmessung am Schuljahresende hatten sich die meisten dieser SchülerInnen tatsächlich im Vergleich zu ihrem am Anfang des Schuljahres erfassten Intelligenzniveau stark verbessert (45 Prozent der als Überflieger” oder “Aufblüher” ausgewählten Kinder konnten ihren IQ um 20 oder mehr Punkte steigern und 20 Prozent konnten ihn gar um 30 oder mehr Punkte steigern). Dieser nach ihm benannte Rosenthal-Effekt wurde seither viele Male repliziert. >>

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung

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Der Andorra-Effekt

<< Der Andorra-Effekt (auch Andorra-Phänomen) ist ein Begriff aus der Sozialpsychologie, der insbesondere auch im Personalwesen eine Rolle spielt. Er besagt, dass sich Menschen oft an die Beurteilungen und Einschätzungen durch die Gesellschaft anpassen und dies unabhängig davon, ob diese ursprünglich korrekt gewesen sind oder nicht. Der Effekt beschreibt damit eine sich selbst erfüllende Vorhersage (engl. self-fulfilling prophecy), da sich eine Person mit der Zeit genauso verhält, wie man es ihr die ganze Zeit vorausgesagt hat, dies ohne die Vorhersage aber nicht getan hätte.

Gesellschaftlich spielt der Effekt eine Rolle, wenn gegen eine gesellschaftliche Randgruppe (etwa Obdachlose, Drogenabhängige oder Juden) bestimmte Vorurteile vorliegen und Personen dieser Randgruppe deswegen anfangen, sich tatsächlich entsprechend den Erwartungen zu verhalten.

Im Personalwesen kann der Effekt ebenfalls von Bedeutung sein. Wenn dort ein Mitarbeiter von seinen Kollegen stets negativ beurteilt wird oder ihm gegenüber eine negativen Erwartung gehegt wird und dies dem Mitarbeiter bekannt ist, so kann dies dazu führen, dass sich die objektive Leistung des Mitarbeiters verschlechtert, da er sich den negativen Erwartungen anpasst beziehungsweise diese erfüllt. Umgekehrt kann die Leistung des Mitarbeiters auch steigen, wenn ihm entsprechend positive Erwartungen gegenüberstehen.

Der Name des Effekts geht auf das Theaterstück Andorra von Max Frisch zurück. In diesem verändert sich die Persönlichkeit des Hauptcharakters (der von sich selbst glaubt jüdischer Abstammung zu sein, was aber nicht zutrifft) durch die ständige Konfrontation mit negativen Vorurteilen seiner Mitmenschen. Nach und nach übernimmt sie dabei die negativen Eigenschaften, die den Juden in “Andorras” Gesellschaft nachgesagt werden. >>

Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Andorra-Effekt


 

Ein besonderes Jahr
Die Ausbildung zum Integralen Systemischen Coach
Infos unter: www.haraldkriegbaum.com/

 

 

 

Archiv / BERÜHRUNGEN – Workshop Juni 2017

Berührungen der Seele, der Sinne, des Körpers, der Erinnerung, der Träume, der Kraft, der Schwäche, und vielem mehr…

Sind wir in der Lage, uns wirklich berühren zu lassen oder andere Menschen zu berühren – oder haben wir uns einen Schutzpanzer zugelegt, der wirkliche Berührungen verhindert?

Die Routine des Alltags führt oft dazu, dass wir uns anpassen um gut zu „funktionieren“. Allzu leicht schlüpfen wir dabei in Rollen, die, wenn wir nicht aufpassen, uns immer mehr einnehmen. Wir werden dann zu jemanden, der gut „zurechtkommt“ und sich weitgehend arrangiert hat. Umso wichtiger ist es, den Zugang, zu dem was wir wirklich sind, nicht zu verlieren, uns eben immer wieder zu berühren, wahrzunehmen um uns nicht zu verlieren.
In diesem Workshop wollen wir es wagen, viele Formen der Berührungen zu zulassen.
Wir werden uns auf den Weg machen, uns auf achtsame und wertschätzende Weise zu entdecken.
Ein spannender Workshop liegt vor uns…

   

Workshop Berührungen

Zeitpunkt: Dieser Workshop fand im Juni 2017 statt
Seminarleitung: Harald Kriegbaum
Seminarort: Freiraum | Wenzstr. 4 | 95138 Bad Steben

Die Bio-Seminarpension “freiraum” ermöglicht durch die baubiologischen Zimmer, den neuentstanden Seminar- und Gästeraum, vegetarisch-biologische Köstlichkeiten und nicht zuletzt durch den Naturgarten tiefgreifende Erholung und Vitalisierung. Das familiengeführte und moderne Haus liegt wunderbar eingebettet in den Kurpark von Bad Steben. Nur 200m entfernt befindet sich die Therme mit Saunawelt und Therapiezentrum. Im Freiraum und in der näheren Umgebung können Zimmer angemietet werden. Info`s unter www.freiraum-bad-steben.de oder über Gastgeberverzeichnis Bad Steben.

Die einen Fußweg entfernte Therme Bad Steben werden wir im Workshop besuchen.

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Seminargebühren

Die Teilnahmegebühr beträgt 295.– EUR / Person.
Darin enthalten ist die Seminargebühr, Pausengetränke und Eintritt Therme